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KACHETIEN – WIEGE DES WEINS
Alle Weinliebhaber in Georgien sind sich einig, daß der beste Wein aus dem östlichen Teil Georgiens – “aus dem Gartenland Kachetien” nach Dumas – stammt. Seit dieser Zeit hat sich wenig geändert: die Pferdegespanne sind immer noch auf den ruhigen Landstraßen zu sehen, auf den Feldern stehen Heuhaufen, die Flüsse mäandern sich ungezähmt durch grünes Weideland und die süßen Trauben werden immer noch von Hand geerntet. Aber es gibt nicht nur Wein in Kachetien – die große Geschichte dieser Region hat uns einige der schönsten Beispiele georgischer Kirchenarchitektur hinterlassen. Nehmen Sie die Freundlichkeit und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen dazu, dann werden Sie leicht verstehen, warum es ein großes Vergnügen ist, Kachetien zu besuchen.
Die Stadt Telavi ist das regionale Zentrum dieser Region. Früher war sie die Hauptstadt des Königreichs Kachetien und seit dem 17. Jahrhundert stellt das königliche Schloß Batonisziche das Zentrum der Stadt.
Die Alawerdi Kathedrale wurde im 11. Jh. gebaut. Auf einer fruchtbaren Flußniederung liegend, zeichnet sich die Klostermauer vor dem Hintergrund des Großen Kaukasus ab und umschlingt das Refektorium, den Weinkeller und das Bad, sowie die Gouverneurresidenz aus dem 17. Jh., aus der Zeit, als Kachetien unter persischer Herrschaft stand. Tsinandali war Landgut von Tschawtschawadse – eine Adelsfamilie im 19. Jahrhundert. Während des Spaziergangs im englischen Garten besuchen Sie das Haus von Alexander Tschawtschawadse, und den Weinkeller mit der einzigartigen Weinsammlung. Der älteste Wein datiert hier aus dem Jahr 1814.
Schuamta oder “zwischen den Bergen” heißen zwei Klöster – Achali (Neu) Schuamta, ein Kloster aus dem 16. Jahrhundert, nun wieder von Nonnen bewohnt und das abseits liegende Dsweli (Alte) Schuamta, mit seinen drei Kirchen, die im frühen 6. – 7. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurden und in einem wunderschönen Waldgebiet liegen.
Die befestigte Stadt Signagi liegt hoch auf dem Bergkamm über dem Alasani-Tal. Die Schutzmauer und 28 Türme wurden im Auftrag des Königs Erekle II. im 18. Jh. als Verteidigung vor Lesginer- Invasionen errichtet. Während der letzten 200 Jahre hat sich sehr wenig verändert. Die Stadt hat ihr ursprüngliches Bild bewahrt und bietet nun den Besuchern wunderschöne Aussichten auf die umgebenden Bergen des Großen Kaukasus.
Das Kloster der heiligen Nino in Bodbe (4. Jahrhundert n. Chr.) beherbergt die Grabstätte der heiligen Nino - der kappadokischen Jungfrau, die Georgien 337 n. Chr. christianisiert hat.
Das Höhlenkloster Dawid Garedscha wurde im 6. Jh. n. Chr. von Dawid, einem der 13 Syrischen Väter gegründet, die den Namen Christi in Georgien verkündet haben. Die Klosteranlagen liegen in einer Halbwüste und bestehen aus 19 Sakralbauten. Die älteste davon ist das Lawra-Kloster, wo selbst der heilige Dawid begraben liegt. Die bemalten Höhlen des Udabno-Klosters bieten ein schönes Panorama mit wunderschönen Landschaften von gestreiften Tälern und vom Wind abgetragenen Bergkämmen und öffnen einen schönen Blick ins benachbarte Aserbaidschan.
Die Wehrkirche Gremi – auf einer Art Klippe gelegen, erheben sich die Kirche und der Turm von Gremi aus dem 16. Jh. über stille Wiesen und romantische Ruinen. All diese Überreste erinnern an die einst florierende Hauptstadt Kachetiens.
Das Nekresi Kloster besitzt mehrere sehenswerte Bauten. Besonders interessant erscheinen die im 4. Jh. n. Chr. erbaute Kirche, eine der ältesten in Georgien und die ungewöhnliche Drei-Kirchen-Basilika. Außerdem gehören zum Komplex die Kreuzkuppelkirche aus dem 9. Jh., der Weinkeller, das Refektorium, der Bischofspalast und der Turm aus dem 16. Jh.
Das Kloster Ninotsminda wurde nach der heiligen Nino benannt. Die Ruine aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. steht im starken Kontrast zum Glockenturm, der tausend Jahre später errichtet wurde, aber deutliche persische Einflüsse zeigt.
Ikalto – Ein stiller Garten umschlingt das im 6. Jahrhundert n. Chr. gegründete Kloster und die berühmte Akademie, die im 12. Jahrhundert n. Chr. von König David, dem Erbauer, gestiftet wurde. Hier studierte der berühmte Nationaldichter Schota Rustaweli – es ist nicht zu verwundern, daß er seine Inspirationen für sein literarisches Werk aus der wunderschönen Landschaft Kachetiens geschöpft hat.
Die Kvelatsminda Kirche (8. – 9. Jahrhundert n. Chr.) ist allen Heiligen geweiht. Ihre beiden Kuppeln sind in der georgischen Kirchenarchitketur einmalig.
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