DIE
GEBIRGSREGIONEN GEORGIENS
Der
größte Teil des georgischen Territoriums ist gebirgig,
deshalb sind einige Bezirke Georgiens, wie Swanetien, Chevsureti,
Tusheti, Pshavi, Mtiuleti, Chevi und Racha hinter großen
Bergen verborgen. Jede dieser vorgenannten Bezirke hat seine
eigene Geschichte und Traditionen, aber eins ist allen gemeinsam,
nämlich: Tiefe Schluchten, Verteidigungsanlagen,
alpine und subalpine Vegetation und natürlich die hohen
Berge des Kaukasuses.
Während des Winters sind die meisten dieser Regionen
eingeschneit und somit vom Rest der Welt abgeschnitten. Die
Täler, flankiert von steilen Bergen führen hinauf
zu Gletschern und eiskalten Wasserfällen. An den serpenienreichen
Straßen liegen verstreute Siedlungen, Bergrücken
werden von Kirchen und Festungen gekrönt, aber es gibt
weit mehr zu sehen, als diese einmalige Landschaft.
Reisen in diesen Bergen ist ein einmaliges Erlebnis! Seit
dem Mittelalter hat sich dort nicht viel verändert. Die
Felder werden immer noch mit der Sense gemäht, Ochsenkarren
sind die übliche Art, um Güter zu transportieren.
Die Menschen in diesen Gebirgsregionen, führen ein sehr
eigenständiges Leben. Sie sind sehr stolz und hochmütig,
denn niemals wurden sie von Fremden beherrscht. Durch die
andauernden Angriffe von äußeren Feinden, wurden
sie zudem sehr kriegerisch. Obwohl sie Christen sind, werden
weiterhin vorchristliche Bräuche und Sitten gepflegt.
Diese alten Bräuche und Traditionen weiterhin strikt
befolgt. In einigen Orten gab es bis ins 20. Jahrhundert die
Blutrache.
Die Häuser der Bergbewohner wurden immer sehr eng aneinander
gebaut, um zusammen eine Art von großer Festung zu bilden.
Das Dorf zeigte sich somit nach außen als eine Art Festung.
Die befestigten Dörfer Archoti und Shatili haben sich
bis heute fast vollständig erhalten. Alles wurde so eingerichtet,
um sich selbst vor anrückenden Feinden zu schützen.
Die
Eingangstüren zu den einzelnen Häusern sind sehr
klein natürlich [für die Bewohner] unbequem,
aber es erschwerte den Zugriff von bewaffneten Feinden.
Es gibt einige Gebräuche in den Bergen, die ausländischen
Besuchern äußerst fremd vorkommen dürften:
Ein Brauch davon ist der sogenannte Stsorproba.
Ein junges Paar, das noch nicht verheiratet ist, ist es gestattet
zusammen zu schlafen, aber zwischen beiden liegt ein Schwert
im Bett. Geschlechtsverkehr zwischen beiden, ist streng verboten.
Wenn jemand diese Regel mißachtet hat, wurde er zum
Tode verurteilt. Dieser Brauch half den Männern, sich
richterlich und aufrichtig zu benehmen und förderte den
Respekt vor Frauen.
Reisen in die Bergregionen führen Sie in einige sehr
interessante Dörfer: Shatili, Mutso, Chachmati, Omalo,
Shenako, Dartlo.
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